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TraumaNetzwerk DGU® : TraumaNetzwerk-Informationstage: Terroranschläge als neue traumatologische Herausforderung

19.01.2017

Zu Beginn diesen Jahres finden in München, Hamburg, Leipzig und Koblenz die „Informationstage TNW: Terroranschläge – eine neue traumatologische Herausforderung“ statt. Die gemeinsamen Veranstaltungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) und des Sanitätsdienstes der Bundeswehr knüpfen an die Berliner "Notfallkonferenz DGU" vom Herbst 2016 an. Dort wurde auch der 5-Punkte-Plan von DGU und Bundeswehr erstmals öffentlich vorgestellt.

Dieser 5-Punkte-Plan zur zivil-militärischen Zusammenarbeit sieht auch vor, die 52 deutschen TraumaNetzwerke in die Planungen zur medizinischen Versorgung und Vorhaltung für den Terrorfall mit einzubeziehen.  Die "Informationstage TNW" richten sich daher an die verantwortlichen Sprecher der TraumaNetzwerk und deren Stellvertreter sowie an die ärztlichen Leiter der Rettungsdienste (ÄLRD).

Die jetzt anstehenden "Informationstage TNW" laufen über 1,5 Tage und mit jeweils zirka 60 Teilnehmern. Nach Impulsvorträgen durch in- und ausländische Experten bietet das wissenschaftliche Programm eine umfassende Sicht auf die gegenwärtige Sicherheitslage, die Lage von Kliniken und Ärzten sowie das taktische Vorgehen aus medizinischer Perspektive. Hierbei stehen klinische Aspekte von Schuss- und Explosionsverletzungen, aber insbesondere das taktisch-chirurgische Vorgehen und strategische Überlegungen für den Ernstfall im Vordergrund (z.B. Rettung unter Beschuss). Denn die besondere Dynamik von Terroranschlägen und ihre speziellen Verletzungen stellen ganz neue Anforderungen an die medizinische Versorgung der Opfer. In einem abschließenden Workshop werden die besonderen Aufgaben, sowohl an die einzelne Klinik als auch an das Kliniknetzwerk als Ganzes, näher analysiert. Fragestellungen wie "Was ist das Besondere beim Terror?" "Was ist anders beim Terror?" oder "Wie kann ich mich darauf vorbereiten?" sollen helfen, praktikable Lösungsansätze für die Versorgung im Ernstfall zu entwickeln.

Weitere Aspekte der zivil-militärischen Zusammenarbeit von DGU und Bundeswehr sind im 5-Punkte-Plan dargestellt. Dazu gehören u.a. neuartige Fortbildungen für Chirurgen und Notfallmediziner (TDSC® - Terror and Disaster Surgical Care, Beginn im März 2017), die Erweiterung des TraumaRegister DGU® zur Dokumentation von Schuss- und Explosionsverletzungen sowie die intensive wissenschaftliche Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP).

Kontakt für Rückfragen:

Michael Kalsen

+49 (0)221 888 239 12

+49 (0)221 888 239 22